Die Braunhirse, auch als Urhirse bezeichnet, stellt die Wildform der Hirse (Uruchloa ramosa) dar.
Ernährungsphysiologisch ist die Braunhirse, eine der ältesten Kulturpflanzen, eine wertvolle Nährstoffquelle. Bereits vor ca. 8000 Jahren wurden aus dem mineralstoffreichen Urkorn Hirsefladen hergestellt. In dieser ungeschälten Form bleibt der, für den Organismus wichtige, hohe Gehalt an Kieselsäure erhalten. Braunhirse ist zu den funktionellen Lebensmitteln zu zählen, z.B. aufgrund der positiven Wirkung bei Gelenkbeschwerden.

Gesundheit und Wellness durch die Nährstofffülle der Braunhirse

Wie auch der Hafer, gehört die Braunhirse zu den Rispengräsern. Generell gilt, dass je kleiner ein Getreidekorn ist, umso mineralstoffreicher und basischer ist es, da es weniger Eiweiß als Säurebildner enthält. Daher sind Hirse und Braunhirse günstiger für das Säure-Basen-Gleichgewicht als Weizen, Roggen und Reis. Die Braunhirse enthält neben der Kieselsäure, Magnesium, Fluor, Eisen sowie Vitamine und Spurenelemente. Magnesium spielt bei zahlreichen Stoffwechselreaktion im Körper eine zentrale Rolle. Als Nahrungsergänzungsmittel stärkt Braunhirse Nägel und Knochen. Auch die Haare profitieren vom Kieselsäuregehalt der Braunhirse. Angekeimte Braunhirse erleichtert die Aufnahme der Inhaltsstoffe durch den Körper. Die Braunhirse wird zu Mehl vermahlen und ungekocht den Speisen, wie z.B. Joghurt, Müsli, und Suppen, zugefügt. Es kann aber auch für Backwaren verwendet werden. Da sich ein gutes Sättigungsgefühl einstellt, kann Braunhirse beim Abnehmen unterstützend wirken.


Auch beim Verzehr von Braunhirse – auf die richtige Dosis achten

Wird Braunhirse in übermäßigen Mengen zu sich genommen, kann sich ihre gesundheitsfördernde Wirkung ins Gegenteil verkehren. Die Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel (BFEL) weist auf den hohen Anteil an Flavonoiden (Pflanzenfarbstoffen) und Gerbstoffen hin. Personen mit einer Magen- und Darmempfindlichkeit sollten Braunhirse sehr vorsichig konsumieren. Auch bei Zöliakie, einer chronischen Erkrankung der Dünndarmschleimhaut aufgrund von Glutenunverträglichkeit, ist mit ungünstigen Nebenwirkungen zu rechnen. Bei allen anderen Personen ist die Braunhirse, besonders bei biologischem Anbau ohne Chemie und Gentechnik, eine wertvolle Ergänzung der täglichen Ernährung.