Die Taschentrends
Schönes Oktober 25th, 2010Es gibt sie für Akten, für Piloten, für Reisen und zum Sport, für die Schule und Kuriere und man trägt sie entweder auf dem Rücken, in der Hand oder auf der Schulter. Taschen sind unser täglicher und treuer Begleiter und wie wäre es da vorstellbar, wenn nicht auch sie mit den Trends und Moden der Zeit gehen würden?
Treuer Begleiter in allen Lebenslagen
Neben der Wickeltasche, die wohl der erste Begleiter in Taschenform eines jeden Lebewesens ist, ist das Kindergartentäschchen das erste aktiv benutzte Utensil, in dem man sein Pausenbrot -und zu besonderen Anlässen auch mal einen Schokoladenriegel- sicher verwahrt und vor den gierigen Blicken der anderen Kinder schützt. Die nächste große Etappe beginnt mit dem Schulranzen, der seine klassische Form seit Jahrhunderten beibehalten hat und stets mit zwei Gurten auf den Rücken geschnallt wird, damit die Last von Schulbücher und Setzkasten den Kindern nicht ganz so schwer ins Gewicht fällt. Ab der weiterführenden Schule wird es dann individueller und kreativer. Während die einen weiterhin ihren Schulranzen aus der Grundschule ins Gymnasium und in die Real- und Hauptschule tragen, beginnen besonders modebewusste Jugendliche mit Formen des Rucksacks oder der Umhängetasche. Und dabei sind der Phantasie nun keine Grenzen mehr gesetzt.
Individualisierung und Formgebung
Viele lassen sich sogar ihre Taschen bedrucken, mit einem individuellen Design, einem besonderen Schriftzug oder dem Logo der Lieblingsserie. Die moderne Drucktechnik macht es möglich, auf gänzlich alle Materialien zu drucken: egal ob auf Baumwolle oder Kunststoff gedruckt oder in Leder gestanzt wird. Die Tasche wird so individuell und zudem ein wahres Unikat, so dass man dabei regelrecht von einem Taschentrend sprechen kann, der sich bei den meisten wohl weiter ausbildet oder im hohen Alter irgendwann wieder zurückbildet, wenn es um Seriosität und Eleganz im Job geht. Bis dahin setzen sich Mädchen aber auch gerne mal selbst an die Nähmaschine, um Objekte ihrer Begierde ganz nach ihren eigenen Vorstellungen zu kreieren. Oder aber man kauft sich ein Unikat bei einem der vielen Kunsthandwerker und Designer. Inzwischen gibt es bei Taschen nichts, was es nicht gibt. Während eine französische Designerin kürzlich eine Tasche vorstellte, die Handtasche und Handschuh zugleich war (mit einer eingebauten Tasche für die Hand), widmet sich eine Designerin aus Recklinghausen ganz der Wiederverwertung von einstigen Gebrauchsgegenständen: abgefahrene Fahrradreifen werden zum Taschenboden umfunktioniert, eine Wärmflasche zum Taschendeckel und sogar aus der alten Lieblingsschallplatte hat sie eine runde Tasche gezaubert. So spiegeln Taschen gleichzeitig persönliche Eigenschaften und Vorlieben des jeweiligen Trägers wider. Eine mit der Lieblingsband bedruckte Tasche vermag so jeden eingefleischten Fan zu entlarven und Forstbeulen tragen wohl besser ihre Wärmflasche mit Eingriff an ihrer Seite durch den Tag.